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Choca Train! Resultate verfügbar

Alle Resultate der Choca Train! Partnerschaft sowie Beispiele aus den Mobilitäten und den Workshops sind verfügbar unter

 

http://www.szent-lorinc.hu/leonardo-da-vinci-choca-train


Weitere Beiträge:

 

Download Präsentationsfolien "Overweight and obesity in children" von Prof. Dr. Helmut Heseker, Universität Paderborn

Presentation_Heseker_obesity_child.pdf

Präsentation zum Thema "Overweight and obesity in children" von Prof. Dr. Helmut Heseker, Universität Paderborn auf dem 2. transantionalen Arbeitstreffen des Loenardo da Vinci Projektes "Kinder orientiertes Catering" in Cawsand/UK im juni 2007

Die Kita-Maus – Kindertagesstätte bekommt eigene Brötchensorte

Das Ernährungsverhalten kleiner Kinder ist auch in der Kindertagesstätte „Am Loh“ der Arbeiterwohlfahrt Ennepe-Ruhr/Deutschland in Schwelm ein aktuelles Thema. Die Kindertagesstätte, die auf dem Weg ist, ein Familienzentrum zu werden, hat sich etwas Besonderes ausgedacht, um gesundes Essen bei ihren Kitakindern zu unterstützen.

 

Da viele Eltern beim Bäcker in der Nachbarschaft das Frühstück für Ihre Kinder besorgen, dieses aber oft sehr süß und fettig ist, backt die Kita „Am Loh“ jetzt gemeinsam mit dem Bäcker eine neue Brötchensorte: Die Kita-Maus! Die Kita-Maus ist ein Brötchen in Mausform und enthält Dinkelvollkornmehl. Anfang Oktober hat die Kita-Maus Premiere und kann dann – nicht nur von den Kindern der Kita „Am Loh“ - gekauft werden.

 

Um die Kita-Maus interessanter für Kinder zu machen, hat eine Mitarbeiterin der Kita eine Geschichte über eine kleine Maus namens Elly geschrieben. Darin wird die kleine Maus Elly von Kita-Kindern nach einer Verletzung gepflegt und natürlich auch gesund ernährt.

 

„Wie die Maus in die Kita kam“

 Elly, die Maus lebte viele Jahre mit ihrer Familie auf einem großen Feld am Loh in Schwelm.

Elly war eine ganz besondere Maus, denn sie hatte viele Fähigkeiten. Sie war zwar kleiner als alle anderen Mäuse, aber dafür war sie besonders schnell. Sie konnte besonders gut hören und sehen.

Elly wurde wegen ihrer Schnelligkeit oft zum Futter holen geschickt. Wenn sie mit dem Haselnusssammeln fertig war, hatten die Anderen gerade mal den Weg zum Strauch geschafft.

Elly hatte auch sehr gute Augen. Sie konnte soweit sehen, wie andere Mäuse nur mit einem Fernglas. So kam es, das Elly oft Ausschau nach Katzen oder anderen Mäusejägern halten musste um die Familie dann zu warnen.

Elly hörte so gut, dass sie auf 1000 Meter Entfernung eine Katze Pupsen hören konnte.

Eines Tages, wollte Elly noch einmal los, um ein paar Nüsse vom großen Haselnussstrauch zu holen. Fröhlich gab sie sich an ihre Arbeit. Sie legte Nuss für Nuss auf einen Haufen. Plötzlich machte es von oben „Plöpp“ und eine Nuss fiel direkt auf Ellys Kopf. Elly sah nur noch Sterne und fiel zur Seite. Jetzt schlief sie tief und fest, und rundherum geschahen seltsame Dinge.

Einige Tiere hatten Elly dort liegen sehen, besonders die riesige Beule am Kopf fiel allen auf. Sie war sehr rot und leuchtete schon von weitem.

Unter den Mäusen sprach sich schnell herum was passiert war, sie strömten von überall herbei. Eine riesige Mäusekarawane zog sich durch die Strassen von Schwelm.

Alle wollten Ellys Beule sehen. Mäuse, überall Mäuse, wo man auch hinsah. Elly bekam von all dem nichts mit. Sie schlief immer noch tief und fest. Die Mäuse beschlossen Elly an einen geschützten Ort zu bringen.

Das Oberhaupt der Mäuse lebte schon viele Jahre versteckt in der Stadtbäckerei Kaiser. Dort sollte auch Elly hingebracht werden. Hinterm warmen Ofen wollte man sie pflegen.

Am Abend reihten sich alle Mäuse auf. Vom Feld, über die Strasse, an der Kindertageseinrichtung vorbei, über den Parkplatz , bis in die Backstube. So wurde Elly weitergereicht. Nun lag sie im grauen Dinkelmehl und schlief immer noch. Ihre rote, leuchtende Beule glühte wie nie zuvor. Alle Mäuse starrten sie gespannt an.

In der Backstube war es mucksmäuschen still. Plötzlich erschraken alle durch ein schrilles Geräusch. Der Wecker eines Backofens war angesprungen. Alle Mäuse liefen durcheinander und versuchten zu fliehen. Da erwachte auch Elly aus ihrem Tiefschlaf. Langsam hob sie den Kopf und schüttelte sich das es nur so staubte. Als sie sich umsah, wusste sie nicht wo sie war. Vor ihr kniete ein riesengroßer Mensch in weißer Kleidung. Elly versuchte fortzulaufen. Ihr Kopf tat aber noch so weh, und ihre Beine wollte sie noch nicht tragen. So schloss sie nur ihre Augen und ergab sich ihrem Schicksal.

Eine Hand hob sie liebevoll auf, und legte sie in ein kleines Brotkörbchen. Elly hatte große Angst, versuchte aber nicht zu fliehen. Das Körbchen wurde zugedeckt, und schaukelnd weggebracht.

Nach einer Weile hörte Elly laute Menschenstimmen und Kindergeschrei. Wo war sie nur? Als das Tuch vorsichtig vom Korb genommen wurde, starrten sie viele Kinderaugen an. Man hatte sie in die AWO Kindertageseinrichtung Am Loh gebracht. Die Kinder waren begeistert von der kleinen Maus, die noch Dinkelmehl im Fell hatte und ständig niesen musste. Als sie die dicke Beule sahen, holten sie gleich Eis zum Kühlen.

Damit Elly schnell wieder zu Kräften kam, holte jedes Kind etwas von seinem gesunden Frühstück. Da lagen nun Bananenstückchen, Äpfel, Brotkanten und noch vieles gesundes mehr. Alle wollten das Elly schnell wieder gesund wird um sie in die Freiheit entlassen zu können. Und so geschah es, dass Elly, dank der guten Pflege, schnell wieder fit wurde.

Sie musste sich auf den Weg machen um für ihre Familie zu sorgen. In einem unbeobachteten Augenblick nutzte sie die Gelegenheit aus der Kita zu entkommen. In ihrer Hektik lief sie durch einen Farbklecks und hinterließ so eine Spur der kleinen Mäusepfötchen. Die Kinder waren zwar etwas traurig, aber zugleich auch froh dass es Elly wieder besser ging.

Ihre Spuren hat man noch lange gesehen.

Und weil man sie nicht vergessen wollte, werden bis heute noch kleine Dinkelbrötchen, auch bekannt als „Kita-Mäuschen“, in der Bäckerei Kaiser für die Kindergartenkinder zum Andenken gebacken.

Ende der Geschichte

 

Ziel dieser Projektidee ist es, ErzieherInnen und MitarbeiterInnen der Kita sowie den Eltern Anregungen zu geben, wie sie eine gesunde Ernährung auch schon bei kleinen Kindern unterstützen können. Die Erwachsenen haben durch das neue Produktangebot beim täglichen Gang zum Bäcker jetzt die Wahl, sich ganz bewusst für das gesunde Brötchen zu entscheiden. Die regionale Presse berichtet über diese Aktion, damit auch andere Kinder, Eltern und ErzieherInnen von dieser Idee profitieren können. Nachahmung ist bei dieser Idee erwünscht!

 

Sollten Sie Fragen zum Thema haben, stehen Ihnen die Mitarbeiter der Kita „Am Loh“ gerne zur Verfügung! www.awo-en.de

(AWO für Kinder + Familie / Schwelm / Am Loh)

 

Bilder der Einführung der neuen Brötchensorte "Kita-Maus":

 

Hauswirtschafterinnen und ErzieherInnen stellen EU-Projekt im Berufskolleg Lise Meitner auf der Berufsorientierungsmesse 2007 in Ahaus vor

3800 Gäste wurden auf der diesjährigen 11. Berufsorientierungsmesse in den 3 Berufskollegs in Ahaus erwartet, hauptsächlich Schülerinnen und Schüler in der Berufsfindungsphase, also in der 9. bis 10. Klasse. Hier bot es sich an, weitere Erfahrungen zu machen im Zusammenhang mit kinderorientiertem Catering bzw. kindgerechter Ernährung.

 

Zwar war der Personenkreis deutlich älter als unsere Zielgruppe, dennoch waren wir interessiert an Antworten und Erfahrungen zu folgenden Fragestellungen:

  • Was lässt sich einfach und schnell umsetzen?
  • Was wird gerne angenommen?
  • Wenn ich Obst oder Gemüse anbieten will, welche Sorten wähle ich dann aus?
  • Wenn ich Obst oder Gemüse anbieten will, soll es roh oder gegart sein?
  • Worauf kommt es bei der Präsentation an?
  • Wie kann man Kinder und junge Menschen überzeugen, dass gesund auch lecker sein kann?

 

Von den Schülerinnen des Berufskollegs Lise Meitner wurde recherchiert, ausprobiert, verbessert und außerdem entstanden Fragebögen für die Gäste. Unter dem Motto “Essen – ein Genuss für die Sinne“ entstand somit ein Wahrnehmungstrainingsparcours mit verschiedenen Stationen:

  • 4 Sorten Smoothies zum Probieren
  • je 3 Sorten zum Verköstigen: Äpfel, Pflaumen, Melonen, Tomaten
  • Obst zum Ertasten
  • Rohes vs. Gegartes zum Probieren

 

Interessierte konnten sich schließlich Handzettel mitnehmen mit den Smoothie-Rezepten und einem Hinweis auf die CHOCA-Webseite. Die Aktion war ein großer Erfolg. Wir hatten einen riesigen Zulauf und die AnbieterInnen haben es verstanden, die Gäste anzusprechen und in ihren Bann zu ziehen. Obwohl der eine oder andere zunächst den Kopf vorsichtig in den Raum steckte und meinte: “Gesund – nein danke!“ oder „ Das ist mir zu gesund!“, ließen sie sich nicht zuletzt verführen von den Düften.

 

Unter anderem gewannen die SchülerInnen folgende Erkenntnisse:

  • Viele Obstsorten waren gar nicht bekannt
  • Äpfel waren sehr beliebt, außer wenn sie mehlig waren.
  • Unterschiede im Geschmack bzw. Geruch konnten nur schwer benannt werden.
  • Teilweise wurde der Geschmack gleichzeitig mit süß, sauer und bitter angegeben.
  • Die Akzeptanz hängt sehr von der Art der Präsentation ab, Lebensmittel kamen besser an, wenn sie mit Salatblättern oder sehr niedlich präsentiert wurden.
  • Die Kunden waren auch interessiert an Hintergrundinformationen und Rezepten .
  • Frisches, Fruchtiges wird häufiger probiert.
  • Kräftige Farben machen Lebensmittel attraktiver.
  • Beim Ertasten sollte man beachten, dass manche Menschen Kontaktallergien gegen Lebensmittel (hier Kiwis) haben.
  • Besucher kannten den Unterschied zwischen Nektarinen und Pfirsichen nicht.
  • Die Wassermelone war die bekannteste und die (deshalb?) beliebteste. Auch bei den Pflaumen schmeckten die bekanntesten Sorten den Gästen am besten.
  • Der Reifezustand ist für den Geschmack und die Akzeptanz sehr wichtig.
  • Smoothies waren sehr beliebt und die Gäste waren sehr interessiert daran, sie weiter auszuprobieren und auch dabei sehr kreativ zu sein.

 

Insgesamt wurde die Aktion bei den SchülerInnen sehr positiv und erfolgreich bewertet. Gleichzeitig kamen sich dabei auch die beiden Berufsgruppen näher und ihnen wurde bewusst, dass sie am Arbeitsplatz bisher nicht gesehene Berührungspunkte haben.

 

Hier einige Impressionen rund um die Aktion…

 

 

 

Selbst gestaltetes Plakat der SchülerInnen zum Projekt CHOCA
Gäste der Berufsorientierungsmesse beim Geschmackstest...
...und Ausfüllen der Fragebögen
Die selbst hergestellten Smoothies waren heiß begehrt
Die Schülerinnen des Berufskollegs Lise Meitner hinter ihrem Smoothie-Präsentationsstand

Kinderleicht - vollwertige Ernährung im Kindergartenalltag

Eine Bildstrecke, die zeigt, wie die Kindertageseinrichtung Körnerstraße der Arbeiterwohlfahrt Ennepe-Ruhr vollwertige und gesunde Ernährung in den Kindergartenalltag einbaut und dabei die Kinder mit einbezieht.

 

Ohne großen Aufwand ist die tägliche vollwertige Ernährung fester Bestandteil des Tagesablaufes in der Einrichtung. Jahrelange Erfahrung und eine entsprechende Ausstattung, wie die kindgerechte Küchenzeile in den Gruppenräumen, ermöglichen den eigentlich selbstverständlichen Umgang mit dem Thema. Vollwertige Ernährung ist in der Kindertageseinrichtung Körnerstraße mittlerweile so selbstverständlich geworden wie das tägliche Zähneputzen. So sollte es sein!

 

Hier sehen Sie den Tagesablauf in Bild und Text festgehalten. Viel Spaß beim Ansehen und Nachahmen!

 

Die vollwertige Ernährung ist ein fester Bestandteil des Kindergartenalltags.
Neben dem bewussten Essen bietet der Kindergarten besondere Projekte zum Thema Ernährung an, bei denen die Kinder auch einzelne Lebensmittel kennen lernen.
Die Eltern unterstützen die gesunde Ernährung ihrer Kinder in dem sie dem Kindergarten frisches Obst und Gemüse spenden.

Frühstück gibt es bis 10.00 Uhr

Das Frühstück selbst wird von den Kindern mitgebracht. Dazu trinken sie Tee oder Wasser.

 

In jedem Gruppenraum steht ein Frühstückstisch, an dem die Kinder frühstücken können.
Nach dem Essen räumen die Kinder eigenständig Ihr Geschirr ab und spülen es in einer kindergerechten Kochzeile, die sich in jedem Gruppenraum befindet.
Danach wird das Geschirr weggeräumt. Außerdem lernen die Kinder den Müll richtig zu trennen.

Der Obstsalat als besondere Tagesaktion

Eine typische Aktion der Kinder ist zum Beispiel das Herstellen eines Obstsalates als Dessert.

Der Kindergarten hat die Möglichkeit, Obst und Gemüse zur eigenen Verarbeitung beim Caterer zu bestellen.

 

 

Bevor sie damit anfangen, waschen sie sich die Hände ...
... und bekommen Schürzen umgebunden.
Die Kinder waschen, schneiden und schälen das Obst selbst ...
... und pressen die Orangen aus.
Nach dem Fertigstellen ...
... wird noch abgespült.

Mittagessen

Das Essen wird von einem Catering Service der AWO-EN geliefert. Als Nachtisch gibt es den, von den Kindern selbsthergestellten Obstsalat.

 

Auch für das Eindecken des Mittagstisches sind die Kinder mitverantwortlich.
Die Kinder essen zusammen mit einer Erzieherin in ihren Gruppenräumen.
Nach dem Essen putzen sich die Kinder wie gewohnt die Zähne.

Zwischenmahlzeit

Am Nachmittag bekommen die Kinder eine Zwischenmahlzeit in Form von Obst und Gemüse. Durstlöschende Getränke stehen jederzeit (auch draußen) zur Verfügung.

Ab und zu wird auch noch gemeinsam gebacken oder auch ein Eis gelutscht.

 

 


Sie möchten mehr darüber erfahren, wie der Kindergarten Körnerstraße eine vollwertige Ernährung in den Tagesablauf integriert?

 

Hier können Sie Kontakt zur AWO-Kindertageseinrichtung Körnerstraße aufnehmen: www.awo-en.de/kigas/koerner

Kinder orientierte Mahlzeiten im Test

Das Auge isst mit - auch bei kleinen Gourmets!
Angehende Hauswirtschafterinnen testen Suppen und Eintöpfe für Kinder

Was kommt gut an? – Was ist für Kinder gesund? - Was eignet sich?

Auszubildende der Hauswirtschaft am Berufskolleg Lise Meitner in Ahaus machen ihre ersten Erfahrungen mit kindgerechten Mahlzeiten bereits in der Unterstufe. Ihr Auftrag zu dem Lernfeld „Speisen und Getränke herstellen und servieren“ lautete: „Immer mehr Großküchen erweitern ihre Dienstleistungen und bieten in Kindergärten und Kindertagesstätten Mittagsmahlzeiten an. Dabei achten sie darauf, dass das Essen preiswert, leicht zu transportieren und kindgerecht ist.“. Gleichzeitig hatten die ErzieherInnen in der Unterstufe das Thema "Ernährung im Kindesalter und Ernährungserziehung".

 

Mittagmahlzeiten in Kindergärten und Kindertagesstätten sollen nicht nur gut ankommen. Sie sollen auch die Kinder neugierig auf Gesundes machen.

In der Ausbildung der Hauswirtschafterinnen ist kindgerechtes Essen ein wichtiges Thema, aber auch die angehenden ErzieherInnnen haben eine große Verantwortung für die Ernährungserziehung der Kinder. Was liegt da näher, als beide Berufsgruppen dafür zu sensibilisieren, sie zusammenzuführen und Angebote für Kinder zu testen. Diesmal sollte es zunächst Suppen und Eintöpfe geben.

 

Kriterien für gelungene Suppen und Eintöpfe waren: Preiswert, leicht zu transportieren, kindgerecht in Geschmack und Geruch, ansprechend im Aussehen und vollwertig.

 

Das Votum war sehr unterschiedlich. Einig war man sich: Das Auge isst mit und niedliche Formen überzeugen, so dass die Konfettisuppe und die Sternhexensuppe besonders gut ankamen. Aber auch Neues wie die Geflügelkokossuppe und Kräftiges wie ein Wurstgulasch waren beliebt. Zuletzt müssen die Speisen den Test bei den Kindern bestehen.

 

Insgesamt war diese Aktion eine interessante Erfahrung für beide Berufgruppen und es wird wohl noch Fortsetzungen der Zusammenarbeit geben.

 

Früh übt sich - Kindergartenkinder erobern die Küche im Berufskolleg Lise Meitner

Schnippeln, Kochen, Backen - Kindergartenkinder aus Ahaus bei der Arbeit im Berufskolleg Lise Meitner

Bunte Fußspuren zeigen den Weg, 12 mutige Kinder vom St. Nikolaus Kindergarten folgen ihnen mit ihrer Leiterin Frau Feldhaus in die Abteilung Hauswirtschaft.

 

Die Einladung erfolgte bereits vor Weihnachten, als die Auszubildenden der Oberstufe Hauswirtschaft sie unter Anleitung von Frau Vinnenberg und Frau Seggewiß im Kindergarten besuchten und begeisterten. Gemeinsam hatten sie für ihre Lieblingsessen geschwärmt und überlegt, was sie wohl selbst zubereiten könnten. Nun ist es endlich so weit: Ausgestattet mit Schürzen und echten Kochmützen mit ihren Kindergartenzeichen als Arbeitskleidung geht es in die Schulküche, um nach Bildrezepten zu schnippeln, kochen und zu backen, natürlich mit den richtigen Arbeitsgeräten. Gleichzeitig verwandeln einige Kinder den benachbarten Klassenraum in ein gemütliches Esszimmer mit einer schön gedeckten Tafel, einem bunten Tafelbild, kreativen Dekorationen und Luftschlangen. Dann wird getauscht und diejenigen Speisen werden zubereitet, die heiß serviert werden müssen.

 

Schließlich präsentiert jedes Kind stolz sein Werk auf einem Tisch, direkt neben seinem Kindergartensymbol. Das Ergebnis ist für alle umwerfend- ein tolles Buffet mit einer riesigen Auswahl selbst hergestellter bunter und gesunder Kostbarkeiten.

 

Aber was ist das? - Keine Teller auf dem Tisch? Auch das ist neu. Wieder den Fußspuren folgend gehen sie wie Profis zum Buffet und wählen Kostproben aus. Gemeinsam singen nun alle ein Lied bei Tisch und dann gibt es viel zu erzählen, erklären, schwärmen, empfehlen, genießen.... Als die Eltern sie nach 3 Stunden abholen wollen, werden sie stürmisch begrüßt: „Schade, dass es schon vorbei ist! Aber zuerst musst Du probieren!“

 

Eins ist klar: Im nächsten Jahr heißt es wieder im Berufskolleg Lise Meitner: Kleine Köche ganz groß - Hauswirtschafterinnen machen es möglich!

 

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.bklm-ahaus.de oder telefonisch beim Berufskolleg Lise Meitner in Ahaus unter +49 2561 955 700.

 

Ernährung für kleine Kinder: Ein Thema für die berufliche Aus- und Weiterbildung

Gut arbeiten und gut essen – das ist wahre europäische Stärke: Reger Austausch zu ernährungspädagogischen Bildungskonzepten fand unter den Projektpartnern auch beim gemeinsamen Kochen statt.

1. transnationales Treffen der internationalen Partner in Ahaus/Deutschland

 

„Child oriented catering“ (dt.: Kinder orientiertes Catering) – mit dieser Formel soll gesunde Ernährung stärker in Ausbildung und Qualifizierung der MitarbeiterIinnen von Kindertageseinrichtungen und Essensanbietern in Europa verankert werden. Die Berufsbildungsstätte Westmünsterland GmbH (BBS) aus Ahaus koordiniert das gleichnamige Leonardo da Vinci Projekt der EU. Die insgesamt elf Projektpartner tauschten sich Ende Januar 2007 in Ahaus über ihre konkreten Ziele aus und vereinbarten erste Arbeitsschritte.

 

Veränderte Essgewohnheiten verursachen auch schon bei kleinen Kindern immer häufiger Ernährungsprobleme, die zum Beispiel zu starkem Übergewicht führen. Dies wird zukünftig nicht nur in Deutschland, sondern europaweit die Gesundheitssysteme verstärkt belasten. Mit dem Ausbau der Ganztageseinrichtungen für Kinder gewinnt die ernährungspädagogische Aufgabe der MitarbeiterInnen immer mehr an Bedeutung. Warum sich die BBS für deren Verankerung in der Qualifizierung von ErzieherInnen und HauswirtschafterInnen einsetzt, erklärte der Geschäftsführer der BBS Bernhard Könning während des internationalen Leonardo-Treffens: „Der Ausbau der Frühförderung rückt bekanntlich immer mehr ins Zentrum der politischen Bildungsdiskussion. Richtige Ernährung ist ein grundlegender Lernprozess und unerlässlich für die Heranbildung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten eines Menschen. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich immer wieder erfolgreich in EU-Projekten engagieren, stoßen hier eine zukunftsträchtige Entwicklung an“.

 

Neben den regionalen Projektteilnehmern wie der EU-Geschäftsstelle Wirtschaft und Berufsbildung der Bezirksregierung Münster oder dem Euregio Qualifizierungs- und Technologieforum e. V. waren u. a. auch Projektpartner aus England, Schweden, Luxemburg und Österreich zu Gast. „Der Austausch über die Situation in den einzelnen Ländern hat allen Projektpartnern deutlich gemacht, dass das Thema gesunde Ernährung zwar wachsendes Interesse weckt, es jedoch kaum Initiativen im Bereich der Kindertagesbetreuung gibt“, so Katrin Schürmann von der BBS, die das Projekt leitet.

 

Ein Beispiel für eine zukunftsweisende Ausrichtung von Verpflegung in Kinderbetreuungseinrichtungen beschrieb der österreichische Partner Volkshilfe Steiermark. Die Einrichtungen in der Steiermark beziehen ihr Essen vor allem vom Caterer „Gourmet“. Das Unternehmen beschäftigt ein Team von Ernährungswissenschaftlern und verfügt über reichhaltige Speisepläne speziell für die Zielgruppe Kinder, die individuell angepasst werden. So können z. B. auch Kinder mit Allergien oder mit besonderen Diätplänen sicher und qualitativ hochwertig beliefert werden. Schulungsangebote für die Mitarbeiter/-innen der Tageseinrichtungen runden das Angebot ab.

 

Nach Festlegung der ersten Arbeitsschritte entwickeln und testen die beteiligten europäischen Partner während der Projektlaufzeit Qualifizierungsbausteine für den Hauswirtschafts- und Erziehungsbereich.

 

Das europaweite Projekt „Kinder orientiertes Catering“ wird im Rahmen des Programms Leonardo da Vinci der Generaldirektion Bildung und Kultur mit Mitteln der Europäischen Union gefördert.

 

Links

Deutschland

 

Homepage des Projektes PAPI (Paderborner Adipositas Prävention und Intervention). Unter den Slogan „unbeschwert aufwachsen in Paderborn“ arbeiten Ernährungs- und Sportwissenschaftler der Universität Paderborn Hand in Hand, um dauerhaft positivere Lebensbedingungen für Kinder zu schaffen.

fb6www.uni-paderborn.de/evb/forschung/papi/index.html

 

 

FIT KID ist ein Projekt im Rahmen der Kampagne "BESSER ESSEN, MEHR BEWEGEN - KINDERLEICHT", des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ziel des Projektes FIT KID ist es, langfristig eine ernährungsphysiologisch ausgewogene Ernährung in allen Lebenswelten von Kindern zu etablieren.

www-fit-kid.de

 

 

Der aid infodienst Verbraucherschutz Ernährung Landwirtschaft ist ein gemeinnütziger Verein. Der aid bietet wissenschaftlich abgesicherte Informationen und ein breites Medienspektrum zu den Bereichen "Verbraucherschutz und Ernährung" und "Landwirtschaft und Umwelt".

www.aid.de

 

 

Online-Angebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rund um Ernährung, Bewegung und Stressbewältigung.

www.bzga-ernaehrung.de

 

 

Das Internetportal evb-online.de bietet Informationen und aktuelle Forschungsergebnisse zur Ernährungs- und Verbraucherbildung.

www.ernaehrung-und-verbraucherbildung.de

 

 

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

www.dge.de

 

Europa

 

Schweizerische Gesellschaft für Ernährung

www.sge-ssn.ch

 

 

Österreichische Gesellschaft für Ernährung

www.oege.at